Am Dienstagabend fand in der Feuerwehr Seulberg eine praktische Ausbildungseinheit mit den Themen „CSA“ und „Atemschutz statt. Die theoretische und praktische Unterweisung auf Standortebene ist für alle Atemschutzträger eine Pflichtausbildung, um die weitere Befähigung zum Tragen der Atemschutzgeräte zu erhalten.

Die Einsatzkräfte wurden an diesem Abend in zwei Gruppen eingeteilt. Die Atemschutzträger mussten zuerst einem sportlichen Hindernisparcour bewältigen, bevor es dann unter Vornahme eines C-Rohres in den fiktiven Innenangriff ging. Hauptaugenmerk dabei war die richtige Vorgehensweise beim Absuchen von Gebäuden bei Nullsicht, sowie die richtige Auswahl im Bezug auf das Schlauchmanagement.
Um die Übung näher an die Realität heranzuführen, wurden die Masken mit Blenden im Sichtbereich versehen, damit die Atemschutzträger nur durch abtasten der Umgebung ans Ziel finden.

Die Übung konnte erfolgreich abgeschlossen werden, sobald die verletzte (bewusstlose) Person gefunden und ins Freie verbracht wurde.

Währenddessen wurden die CSA Träger (CSA=Chemieschutzanzug) in einer weiteren Ausbildungsgruppe unterwiesen. Zuerst wurde das richtige und sichere Anlegen der Schutzkleidung sowie des CSA Anzuges trainiert. Anschließend wurde auch bei den CSA Trägern ein Dauerlauf eingelegt, um die sportliche Tauglichkeit zu testen, bevor dann diverse einsatztechnische Übungen anstanden. Unter anderem mussten diverse kleine Gegenstände verschraubt werden. Für den Zuschauer eine lustige und einfache Aufgabe, in den Anzügen jedoch eine sehr große Herausforderung die viel Fingerspitzengefühl benötigt. Desweiteren musste bei einem fiktiv verunfallten LKW eine Ladungskontrolle durchgeführt werden, bevor der Stoff identifiziert werden konnte. Auch dort wurde mit Erstaunen festgestellt, dass sogar ein einfaches Funkgespräch unter CSA zu einer großen Herausforderung werden kann.

 

Einsatzkräfte der Feuerwehr, die unter Atemschutz eingesetzt werden, müssen:

  • das 18. Lebensjahr vollendet haben
  • körperlich geeignet sein ( regelmäßige ärztliche Untersuchung)
  • die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger absolviert haben
  • regelmäßig an theoretischen und praktischen Unterrichten unter Atemschutz teilnehmen
  • CSA Träger müssen einen zusätzlichen Lehrgang „Atemschutzgeräteträgerlehrgang II (Fortbildungslehrgang für das Tragen von Chemikalienschutzanzügen)“ absolvieren