Aufmerksame Bürger aus der Taunusstraße haben durch Ihre schnelle Alarmierung am Mittwochabend ein größeres Feuer in der alten Philipp-Reis-Schule verhindert. Um 18.40 Uhr ging der Notruf in der Zentralen Leitstelle des Hochtaunuskreises ein.

Alarmiert wurden die Feuerwehren Friedrichsdorf Mitte und Seulberg. Nach wenige Minuten waren die Brandbekämpfer mit 6 Fahrzeugen und 38 Kräften vor Ort. Aus dem 2. Obergeschoß des alten Schulgebäudes und dem darüber liegenden Dach drang aus einem ehemaligen Klassenzimmer dichter Rauch, der sich schnell auf das gesamte Stockwerk ausbreitete.
Die Rettungskräfte gingen mit 2 Trupps unter schwerem Atemschutz und einem C-Rohr zur Brandbekämpfung vor.
Weitere Kräfte standen bis zur Klärung der genauen Lage in Bereitstellung.
Zusammengestelltes altes Mobiliar hatte Feuer gefangen. Unter dosierter Wasserabgabe wurde der Brand relativ schnell gelöscht. Aufgrund der hohen Rauchentwicklung musste das Gebäude aber mit zwei Hochdrucklüftern ausgiebig belüftet werden. Teile der Deckenverkleidung wurden von den Feuerwehrkräften abgenommen, um nach weiteren Glutnestern zu suchen. Der Brandraum wurde danach nochmals mit einer Wärmebildkamera überprüft.

Der rund 1,5 Stündige Einsatz stand unter der Leitung des Friedrichsdorfer Wehrführers Pino Raguso und seinem Stellvertreter Jens Schlusa. Die Kriminalpolizei nahm umgehend die Ermittlungen auf, da von Brandstiftung ausgegangen werden muss.


Brandstiftung vermutet

In dem alten, nicht mehr genutzten Gebäude kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Brandstiftungen. Dabei wurde bei einem größeren Brand im April 2012 ein Büro der Oberstufenleitung Raub der Flammen. Ein Bild der Lage verschafft sich auch Kreisbrandinspektor Carsten Lauer.

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