Open-Air-Konzert mit Alpenrock, Eisstockschießen, Gaudi und Tag der offenen Tür: Die freiwillige Feuerwehr Seulberg plant ein großes Festwochenende. Es beginnt mit einem Gottesdienst am Freitag, 11. August. Max See vom Festkomitee berichtet, wie die Vorbereitungen laufen.

Etwas Großes sollte es werden, mit Musik. „Da sind wir schnell auf die Trenkwalder gekommen, die Alpenrock-Band ist bekannt aus dem Fernsehgarten und vom Frankfurter Oktoberfest und selten hier in der Gegend zu sehen“, sagt Max See. Der 30 Jahre alte Feuerwehrmann gehört zum Festkomitee, das seit Oktober das große Festwochenende der Seulberger Feuerwehr vorbereitet. Es gehört zum Programm der 1250-Jahr-Feier Seulbergs.

Am Samstag, 12. August, steigt die Party mit Open-Air-Konzert und Après-Ski-Party, präsentiert von der Taunus Zeitung. Schneekanone und Eisstockschießen inbegriffen. Weiter geht es am Sonntag, 13. August, mit Frühschoppen und Tag der offenen Tür. Zu sehen sind dann auch historische Feuerwehrfahrzeuge. Eher nachdenklich dagegen geht es beim Auftakt am Freitagabend, 11. August, zu: Um 19 Uhr beginnt in der Fahrzeughalle der Blaulichtgottesdienst des Hochtaunuskreises für alle Hilfsorganisationen.

 


Viele Ideen

See, der unter anderem Vorstandsmitglied des Feuerwehrvereins, Zugführer in der Einsatzabteilung, Atemschutzgerätewart sowie für EDV und Öffentlichkeitsarbeit der Seulberger Feuerwehr zuständig ist, betont: Viele Ideen sind aus der Mannschaft gekommen. Zum Festkomitee gehören außer ihm Wehrführer Claas Ludwig, dessen Stellvertreter Andreas Leyendecker, der Kassierer des Feuerwehr-Fördervereins Thomas Schwickart, Vorstandsmitglied Mike Henkes und Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb in seiner Eigenschaft als Seulberger Feuerwehrmann.

„Wir hatten viele kreative Abende“, sagt See. Seit März macht er jetzt schon Werbung für das große Feuerwehrfest: Auf der Feuerwehr-Homepage, die er betreut („Wir haben pro Jahr 90 000 Klicks“), per News-Letter „Wir haben 75 Abonnenten“), Facebook und Twitter. 250 Plakate haben die Organisatoren mit wetterfestem Kleister auf Holztafeln geklebt und dann im ganzen Hochtaunuskreis und im Wetteraukreis verteilt und in Friedrichsdorf an allen Zufahrtsstraßen 3,70 Meter breite Werbebanner installiert, außerdem 15 000 Flyer gedruckt, die jetzt verteilt werden. See hat die Sachen hergestellt. „Das habe ich mir beigebracht“, sagt er. Hinzu kommen die 50 Plakate für den Blaulichtgottesdienst. „Die haben die Mitglieder des Kriseninterventionsdienstes im ganzen Hochtaunuskreis in den Feuerwachen, Polizeistationen, Rettungswachen und Krankenhäusern verteilt.“

Drehleiter als Altar

Jetzt geht es an die Detailplanung. „Wir müssen den Dienstplan erstellen.“ Von Donnerstag bis Sonntag werden pro Tag 50 Personen für 52 Arbeitsstunden gebraucht. „Am Donnerstag bestuhlen wir die Fahrzeughalle für den Gottesdienst am Freitagabend. „Als Altar dient dann die Drehleiter. Darauf werden Kreuz und Kerzen stehen. Am Samstag bauen wir die Bühne für die Trenkwalder auf und stellen Biertischgarnituren mit insgesamt 350 Sitzplätzen sowie einige Stehtische auf.“ Hinzu kommen Schirmbar und Sektbar. Die große Sommer-Après-Ski-Party beginnt um 18 Uhr. Am Sonntag, zum Tag der offenen Tür, wird die Fahrzeugausstellung vorbereitet. Um 11 Uhr, wenn der Frühschoppen mit Blasmusik startet, muss alles fertig sein. Dann spielt das 35-köpfige Blasorchester Eintracht Glauberg. Für die Kinder wird ein Hüpfburg aufgebaut. „Beim Kinderschminken unterstützt uns die Spielstube Seulberg.“ Grillstation und Kuchentheke werden um 12 Uhr eröffnet. „Unsere Kuchenbäcker sind vor allem die Partnerinnen der Feuerwehrleute und die Eltern der Mini- und Jugendfeuerwehrkinder.“

See und mehrere weitere Organisatoren haben für die Vorbereitungen Urlaub genommen. Auch weil die normalen Feuerwehraufgaben natürlich weiterlaufen: Übungen und Einsätze. Sämtliche Feuerwehraktivitäten sind ehrenamtlich. Hauptberuflich ist See Betriebstechniker beim Hessischen Rundfunk, nebenberuflich Fotoreporter bei der Foto-Agentur Wiesbaden 112. Ein kleines bisschen Zeit für das Privatleben bleibt irgendwie: Er ist in festen Händen.

„Am Dienstag reinigen wir Fahrzeuge und Fahrzeughalle und machen eine Testbestuhlung“, berichtet er. Schon am Montag muss die Schneekanone aus Köln abgeholt werden. „Damit wir den Platz vor dem Feuerwehrhaus beschneien können.“

 

Artikel aus der Taunus Zeitung vom 02.08.2017

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