Schwarze Rauchschwaden stiegen gestern Nachmittag aus einem Stromverteilerhaus in der Höhenstraße. Besorgte Fußgänger und Autofahrer vermuteten einen Brand im Innern des zehn mal drei Meter großen Gebäudes und alarmierten umgehend die Feuerwehr.

Und die war sieben Minuten später mit einem Großaufgebot vor Ort. „Die Feuerwehren Mitte und Seulberg waren mit vier Fahrzeugen und 16 Kräften im Einsatz“, berichtete Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb. Schon kurz nach ihrem Eintreffen konnten die Feuerwehrmänner Entwarnung geben: Nicht ein Brand war für den aufsteigenden Qualm verantwortlich, sondern ein altes Dieselnotstromaggregat. „Dessen rußige Abgase wurden durch die Inversionswetterlage noch verstärkt, weshalb man von einem Feuer ausgehen musste“, erklärte Neeb.

Dass das Notstromaggregat überhaupt angesprungen war, hatte folgenden Grund: In Teilen von Friedrichsdorf Mitte und Seulberg – betroffen waren unter anderem die Höhenstraße und die Ringstraße – war um 12.43 Uhr der Strom ausgefallen. Auslöser war ein Kabelfehler unter der Erde gewesen, wie die Syna GmbH gestern Nachmittag in einer Presseinformation mitteilte. Durch Netzumschaltungen konnten Syna-Techniker um 13:08 Uhr alle betroffenen Haushalte, darunter auch das Mecure-Hotel, wieder mit Strom versorgen.

Die sofortige Reparatur wurde veranlasst. Ein Team war gestern Nachmittag noch vor Ort, um das Erdkabel auszutauschen, wie Syna-Pressesprecherin Tanja Ackermann bestätigte.

Artikel aus der Taunus Zeitung vom 05.01.2016

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