Verkohlte Blut- und Leberwürste haben gestern einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Eine Frau aus der Hugenottenstraße hatte das Gericht auf dem Herd vergessen und ihre Wohnung verlassen. In der Küche wurde es unterdessen immer heißer, Flammen zügelten aus der Pfanne. Bald war die Wohnung so verraucht, dass alle Rauchmelder piepsten. Der Rauch drang unter der Wohnungstür durch, so dass ihn Nachbarn im Treppenhaus riechen konnten und die Feuerwehr verständigten. Um 11.41 Uhr gab es Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsdorf und die Seulberger Drehleiter, denn die Wohnung liegt im dritten Stock, berichtete Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb. Mit 11 Mann unter der Regie von Gruppenführer Dennis Ahmadiyan und drei Fahrzeugen rückten die Feuerwehrleute an. Ein Rettungswagen stand in Bereitschaft. Im Drehleiter-Korb fuhren zwei Feuerwehrleute, die schweres Atemschutzgerät angelegt hatten, nach oben, schlugen die Fensterscheibe der Küche ein, um in die Wohnung zu gelangen und löschten das Feuer. Die Wohnungstür war verriegelt. Und ein zerstörtes Fenster zu ersetzen sei preiswerter, als eine aufgebrochene Tür, erklärte Neeb. Als das Feuer gelöscht war, traf die Wohnungsbesitzerin ein, die Polizei hatte sie inzwischen ausfindig gemacht. Die Feuerwehr belüftete die verrauchte Wohnung.

Nach einer Stunde war der Einsatz beendet. Während der Löscharbeiten war der Landgrafenplatz gesperrt.

Artikel aus der Taunus Zeitung vom 29.12.2015

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Foto: Feuerwehr Seulberg