Flammen schlugen am Samstagnachmittag aus einem Schornstein in der Straße Alt Burgholzhausen im alten Ortskern. Bewohner hatten in einem Kaminofen ein Feuer angefacht, dabei hatte sich möglicherweise Glanzruß entzündet, so dass plötzlich die Innenwände des Kamins brannten. Das berichtete Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb. Um 16.37 Uhr gab es Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Burgholzhausen und die Seulberger Drehleiter. Alle Bewohner hatten sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen können.

25 Kräfte rückten unter der Leitung des Wehrführers Burgholzhausen, Wolfgang Fuchs, an. Zwei von ihnen fuhren, ausgerüstet mit schwerem Atemschutzgerät, per Drehleiterkorb zum Schornstein auf dem Dach und reinigten ihn von oben mit Hilfe eines Kaminkehrgerätes. Im Dachgeschoss und im ersten Obergeschoss kontrollierte ein Trupp den Kamin und die Wände mit der Wärmebildkamera auf gefährliche Wärmestrahlung. Zwei weitere Atemschutzgeräteträger säuberten den Kamin vom Keller aus über ein Revisionstürchen. Von dort bekämpften die Feuerwehrleute die Flammen auch mit einem CO 2-Löscher. Während der Löscharbeiten loderten die Flammen aus dem Schornstein immer wieder hell auf.

Den ausgekehrten Brandschutt schafften die Feuerwehrleute nach draußen. Der Brand verlief schließlich glimpflich. Die Wohnung war glücklicherweise nur leicht verraucht, ein nennenswerter Sachschaden entstand nicht.

Schließlich begutachtete ein Schornsteinfegermeister den Kamin. Er wies darauf hin, dass die Schornsteine zwar regelmäßig gereinigt werden, sich oft aber im Ofenrohr zwischen Ofen und Schornstein Glanzruß festsetze, der ebenfalls entfernt werden müsse. Der Einsatz war gegen 17.45 Uhr beendet. Während des Einsatzes war die Straße Alt Burgholzhausen gesperrt.

Artikel aus der Taunus Zeitung vom 7.12.2015

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