Seulberg stand an diesem Wochenende ganz im Zeichen der Jugendfeuerwehr. Deren 50-jähriges Bestehen wurde mit dem Wettbewerb „Spiele ohne Grenzen“ am Samstag und einem Tag der offenen Tür am Sonntag gleich doppelt begangen.

Beim Wettbewerb mit insgesamt 20 Jugendfeuerwehr-Teams aus dem Hochtaunuskreis und der Wetterau ging es um das Wissen und Können als Feuerwehrnachwuchs.

„Doppelter Achter, Mastwurf, doppelter Ankerstich und Zimmermannsstich“ – beim Knotenraten, bei dem versteckte Feuerwehrknoten ertastet werden mussten, konnte Denise Zaccariello von der Jugendfeuerwehr Ober-Erlenbach kaum einer etwas vormachen. Die 14-Jährige knackte diese Aufgabe, die für viele andere die kniffligste war, in Sekunden. Denise gehörte zu den über hundert Mädchen und Jungen, die am Samstag aus 13 Städten und Ortsteilen aus dem Hochtaunuskreis und der Wetterau angereist waren, um am Samstagvormittag bei den „Spielen ohne Grenzen“ in insgesamt 20 Teams an den Start zu gehen. Die Seulberger Jugendwehr selbst war als Gastgeber an den im ganzen Ortsteil eingerichteten zehn Stationen des Wettbewerbs, der anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Seulberger Jugendfeuerwehr (wir berichteten) veranstaltet wurde, als Betreuer eingeteilt. Dass die Teilnehmerzahl mit exakt 112 Jugendlichen genau die Ziffernfolge des Notrufs getroffen hat, war ein schöner Zufall.

Armaturen-Figur

Angefangen mit Dosenwerfen am Schützenhaus am Waldrand, warteten auf die Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren verschiedene Aufgaben, bei denen sie ihr Können, Geschick und Schnelligkeit beweisen mussten. Zum Beispiel beim Zusammenkoppeln von Saugschläuchen zu einem Ring oder beim Nachbau einer Figur aus dem Gedächtnis aus 14 verschiedenen Armaturen. „Hier kann man gut sehen, welche Gruppe funktioniert, sich abspricht und die Aufgaben gut verteilt“, erklärte die freiwillige Feuerwehrfrau Sandra Kalweit, die diese Station betreut hat. „So etwas klappt nur im Team – und genau das bedeutet Feuerwehr.“

In kleinen Trüppchen ging es zu Fuß zu den Aufgabe-Stationen, die auch aus Suchspielen oder Nägeleinschlägen bestanden. Außerdem mussten in einem Orts-Quiz Fragen zur Feuerwehr und Seulberg beantwortet werden. Besonders gut kam an, dass die Aufgaben, die sich die Seulberger ausgedacht hatten, sehr abwechslungsreich waren. Davon konnte man sich auch direkt im Internet überzeugen. „Wir haben alle 20 Minuten 15 bis 20 aktuelle Bilder von der Strecke hochgeladen, damit auch die, die nicht dabei sein konnten, etwas davon hatten“, sagte Max See von der Seulberger Wehr.

Dickes Lob

Nach fünf Stunden reibungslosem Wettbewerb freuten sich in der Gerätehalle Am Placken alle über die leckeren Pommes, Limo und Bratwurst und über das dicke Lob der Vertreter der Friedrichsdorfer Wehren.

Die drei Erstplatzierten Bad Homburg Stadt Team 1 (erster Platz), Wehrheim Team 4 (zweiter Platz) und Ober-Niederlauken (dritter Platz) haben sich noch ein bisschen mehr über ihr gutes Abschneiden gefreut. Sie erhielten aus den Händen des ersten Seulberger Jugendwartes Helmut Reuter, der 1966 die Jugendfeuerwehr gegründet hatte, ihre Pokale. Für die anderen Teams gab es Erinnerungspokale und Urkunden und die Einladung auch am Sonntag beim großen Tag der offenen Tür zum Jubiläum der Seulberger Jugendfeuerwehr dabei zu sein (Bericht folgt).

Artikel aus der Taunus Zeitung vom 13.6.2016

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