Bei der Nachwuchsförderung darf sich die Freiwillige Feuerwehr Seulberg wie ein Trendsetter fühlen. Bereits vor 50 Jahren, 1966, hatte Seulberg als erster der späteren Friedrichsdorfer Ortsteile eine eigene Jugendfeuerwehr. Grund genug, das Jubiläum gleich ein ganzes Wochenende lang zu feiern.

Nach dem großen Wettkampf-Treffen von regionalen Jugendfeuerwehren am Samstag (wir berichteten) folgte am Sonntag ein Tag der offenen Tür, der ganz im Zeichen des 50. Geburtstags der Seulberger Jugendfeuerwehr stand. War der Auftakt mit dem Gang zum gemeinsamen Gottesdienst in der evangelischen Kirche wegen des Dauerregens noch ziemlich feucht ausgefallen, riss der Himmel bald nach dem Abschlusssegen von Pfarrer Frank Couard auf. So konnte das Fest mit Bastelecke und einem Schminkangebot für Kinder, einer kleinen, aber sehenswerten Fotoausstellung im Jugendraum und mit Kulinarischem von Grill und Kuchentheke wie geplant laufen. Nur die Hüpfburg wurde gestrichen, dafür durften die kleinen Feuerwehrfans vor dem Gerätehaus auf und in die Fahrzeuge klettern. Vor allem die „Leiter“ wirkt wie ein Magnet.

Hauptattraktion war die große Saisonauftakt-Übung, bei der die vier Jugendfeuerwehren aus Köppern, Burgholzhausen, Friedrichsdorf-Mitte und Seulberg einen Löscheinsatz rund um die Alte Schule simulierten und das ehrwürdige Gebäude von drei Seiten unter Wasser setzten. Auch wenn sich der eine oder andere Schlauch zuerst etwas verwickelt hatte, saßen die Handgriffe der Mädchen und Jungen, die vor den zahlreichen Zuschauern große Einsatzfreude zeigten. Besondere Hingucker waren auch die neuen dunkelblauen T-Shirts der Jugendfeuerwehrleute, von denen mit Unterstützung von Sponsoren 35 Stück für Mitglieder und Betreuer angefertigt worden waren. Mit einem Schriftzug zum 50-jährigen Jubiläum weiß bedruckt, fällt vor allem die „Seulberger Skyline“ auf der Rückenseite ins Auge, die Feuerwehrmitglied Max See entworfen hat. Bestehend aus den Silhouetten der Alten Schule, dem evangelischen Kirchturm und dem Töpferbrunnen zeigt sie zugleich die Verbundenheit des Feuerwehrnachwuchses mit „seinem“ Ortsteil.

Qualität und Kontinuität in der Nachwuchsarbeit wurden beim Festakt betont, als Vertreter aus Politik und der Feuerwehr aus Stadt und Kreis den Seulbergern für ihr Engagement dankten und weitere Unterstützung zusagten.

Im Zentrum stand der Gründer der Seulberger Jugendfeuerwehr, Helmut Reuter, der die Abteilung 1966 aus der Taufe gehoben und in den ersten Jahren als Jugendwart geleitet hat. Er habe die berechtigte Hoffnung, so Reuter, dass mit der guten Arbeit bei der Jugend- und nun auch Minifeuerwehr die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr gesichert sei. Da passte es gut, dass Anne Wegerich und Björn Ritter – beide Betreuer der Seulberger Jugendfeuerwehr – mit der Florian-Medaille in Bronze der Hessischen Jugendwehr ausgezeichnet wurden.

Dass dieser Einsatz bei den „Zivilisten“ nicht unbemerkt bleibt, hat die Elterninitiative „Spielstube Seulberg“, die in direkter Nachbarschaft einen Treffpunkt für Krabbelgruppen anbietet, mit ihrer Spende bewiesen. Deren Vorsitzende Nadja Zejeweski und Claudia Kremer übergaben einen Scheck über 350 Euro aus den Einnahmen des vergangenen Kinderkleiderbasars an die Feuerwehrjugend.

Artikel aus der Taunus Zeitung vom 14.6.2016


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TZ: Spiel ohne Grenzen – Jugendfeuerwehren sind spitze

Seulberg stand an diesem Wochenende ganz im Zeichen der Jugendfeuerwehr. Deren 50-jähriges Bestehen wurde mit dem Wettbewerb „Spiele ohne Grenzen“ am Samstag und einem Tag der offenen Tür am Sonntag gleich doppelt begangen.