Bis zu den Baumkronen hinauf schlugen  die Flammen im Wald am Bornberg. Zwischen dem Bauernhof Gauterin und dem Köpperner Bornberg-Bereich brannten am späten Dienstagabend rund 250 Quadratmeter Wald. „Die Flammen waren weithin sichtbar. Bei der Leitstelle gingen über 20 Notrufe ein“, berichtete Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb, der den Feuerwehreinsatz zusammen mit dem Friedrichsdorfer Wehrführer Pino Raguso leitete.

Um 23.10 Uhr wurden sämtliche Feuerwehren der Stadt alarmiert. Nicht nur Bäume und Sträucher brannten, sondern auch gefällte Stämme, die als Festholz zum Abtransport am Wegrand bereitgelegen hatten. Die Feuerwehrleute legten einen 800 Meter langen Schlauchleitung vom Hydranten zur Brandstelle.

48 Feuerwehrleute, unter ihnen sechs mit schwerem Atemschutzgerät sowie sieben wasserführende Fahrzeuge waren im Einsatz. Insgesamt standen 92 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen bereit. Landwirt Harald Gauterin half bei den Löscharbeiten, in dem er mit Hilfe eines Traktors gefällte Stämme auseinanderzog, damit dort nach Glutnestern gesucht werden konnte. Nach 15 Minuten war das Feuer unter Kontrolle, nach 25 Minuten war alles gelöscht, anschließend suchten die Helfer mit der Wärmebildkamera nach weiteren Glutnestern.
Während der Löscharbeiten stand für alle Fälle ein Rettungswagen vom Roten Kreuz bereit.

Schon mehr als zehnmal hat es seit  Anfang Juni im Friedrichsdorfer Wald gebrannt. Auch Gartenhütten und Container waren betroffen. Schwerpunkte waren  Dillingen und Köppern. In den meisten Fällen wird Brandstiftung vermutet. Hinweise auf einen möglichen Täter gab es bisher nur in Zusammenhang mit dem Brand einer Grasfläche gegenüber dem Köpperner Penny-Markt in der Dreieichstraße. Laut Polizei sei hier ein Mann mit blondem Pferdeschwanz gesehen worden. Er habe Sportkleidung getragen und sei vom Tatort weggerannt.

 

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