F2 – Brand Industriegebäude

Datum: 12. März 2020 
Alarmzeit: 4:49 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger 
Dauer: 7 Stunden 41 Minuten 
Art: Feuer 
Einsatzort: Industriestraße 
Fahrzeuge: DLK 23/12, ELW 1, GW-Logistik, LF 10/6, MTF, TLF 16/25 
Weitere Kräfte: Feuerwehr Bad Homburg, Feuerwehr Burgholzhausen, Feuerwehr Friedrichsdorf Mitte, Feuerwehr Köppern, Polizei, Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Bei einem Großbrand ist am frühen Donnerstagmorgen die Lagerhalle eines kunststoffverarbeitenden Betriebs in der Industriestraße vollständig zerstört worden.

Kurz vor fünf Uhr hatten Zeugen die ersten Flammen in dem flachen Gebäude bemerkt, das sich grob unterhalb des Aldi-Parkplatzes in der Nähe mehrerer Gewerbebetriebe befand.

Wie sich herausstellte, waren in der 450 Quadratmeter großen Halle thermoplastische Plastikteile gelagert. Dies dürfte auch einer der Gründe gewesen sein, dass sich das Feuer schnell ausbreitete und auf das gesamte Gebäude übergriff. Angeschlossen war eine Werkstatt. Menschen befanden sich aber zu dem Zeitpunkt keine in der Produktionsstätte.

Das Hauptaugenmerk der Feuerwehrleute galt zunächst dem Schutz der benachbarten Firmen, die in dem Gewerbegebiet in der Nähe der Friedrichsdorfer Kernstadt und des Bahnhofs angesiedelt sind. Um ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern, mussten rund 50 Einsätzkräfte sämtlicher Friedrichsdorfer Abteilungen eingesetzt werden. Dabei kam auch modernste Technik zum Zuge. Mit Hilfe einer Drohne, die von der Feuerwehr Bad Homburg angefordert wurde, verschaffte man sich zunächst einen Gesamtüberblick über die Einsatzstelle, wie Reh erklärte. Gleichzeitig habe man dadurch die geeigneten Angriffspunkte für die Brandbekämpfung erkennen können.

Auch die Drehleiter wurde eingesetzt, mit der die Flammen parallel zum Bodeneinsatz aus der Luft bekämpft wurden. Da die Friedrichsdorfer Wehren am Brandherd gebunden waren, hatte man zur Sicherheit noch einen Löschzug aus Bad Homburg angefordert, der den Grundschutz in der Stadt und auf der A 5 gewährleisten sollte.

Trotz des massiven Feuers gelang es der Feuerwehr, den Brand gegen 6.40 Uhr zu löschen. Mit Hilfe eines speziellen Bagger, einem sogenannten Manitou, konnte sogar noch ein Fahrzeug aus dem völlig zerstörten Bau geborgen werden. Die anschließenden Nachlöscharbeiten dauerten bis 11 Uhr an, und bis um 12 Uhr wurde Brandwache gehalten. „Falls etwas rückzündete, wäre sofort jemand an Ort und Stelle gewesen“, hieß es von der Feuerwehr.

Bewohner waren zu keinerlei Zeit Gefahr durch Rauchausbreitung ausgesetzt, teilten die Rettungskräfte mit. Durch Rundfunkdurchsagen und die neue „Hochtaunuskreis-App“, ein regionales Warn- und Informationssystem, waren die Menschen in der Region über die starke Rauchentwicklung informiert und gebeten worden, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Der Einsatzort war zum Zwecke der Brandbekämpfung weiträumig abgesperrt. Warum das Feuer ausgebrochen war, ist bisher nicht bekannt. Die Kriminalpolizei in Bad Homburg hat inzwischen die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen, konnte jedoch das Gebäude noch nicht betreten. Daher können bisher auch noch keine konkreten Angaben zur Brandursache gemacht werden, hieß es in einer Mitteilung. Dazu seien weitere Ermittlungen mit Fachleuten und Gutachtern erforderlich.

Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.

Artikel (Textauszüge) aus der Taunus Zeitung vom 13.03.2020
Fotos: Sven-Sebastian-Sajak