Küchenbrand richtet großen Schaden an

Für zwei Jugendliche war es ein dramatischer Start in die Sommerferien, für ihre Eltern ein Schock. Ein Küchenbrand hatte ihr Haus für einige Zeit massiv in Mitleidenschaft gezogen und wohl auch für eine Zeitlang unbewohnbar gemacht.

Der dichte schwarze Rauch, der am Montagnachmittag aus mehreren Fenstern des Einfamilienhauses in der Siedlung Waldkristall quoll, verhieß nichts Gutes. Und wie sich später herausstellen sollte, waren die Folgen für das Heim einer mehrköpfigen Familie gravierend. Aber der Reihe nach.

Als die Feuerwehr gegen 17.50 Uhr bei dem Haus auf dem Gelände der ehemaligen Tettauer Glasfabrik eintraf, standen zwei Jungen im Alter von elf und dreizehn Jahren vor dem Haus und gaben den 29 Rettungskräften der Wehren Mitte, Köppern und Seulberg präzise Angaben zu ihrer Behausung. Die Feuerwehrleute schlugen die Scheibe zur Küche ein und verschafften sich über eine Leiter und mit Atemschutzgeräten ausgestattet Zugang zum ersten OG.

Im Innern des Hauses bot sich ihnen ein verheerender Anblick. Die Küche stand in Flammen, das Inventar war zerstört, die Wände verbrannt. Das Feuer selbst war zwar bereits nach einer Viertelstunde gelöscht. Doch wie sich herausstellte, war nicht nur die Küche in Mitleidenschaft gezogen worden.

Küchenbrand in Friedrichsdorf am 01.07.2019

Beißender Rauch

„Das ganze Haus war kontaminiert“, erklärte die Feuerwehr. Problem sei gewesen, dass der beißende Rauch, in sämtliche Räume gedrungen sei. Vor allem natürlich im Erdgeschoss. Dadurch bildeten sich nach Angaben der Rettungskräfte sogenannte Pyrolyseprodukte, also Schwebeteile, die bei der Verbrennung entstehen und die dann in der Luft vorhanden sind.

Obwohl die Feuerwehr das Haus nach eigenen Angaben kräftig durchlüftete, wird das Anwesen nach Einschätzung der Feuerwehr eine Zeitlang nicht bewohnbar sein. Abgesehen davon, dass die Küche komplett saniert werden muss. Der Schaden beträgt mindestens 75 000 Euro.

Glück im Unglück war, dass die beiden Kinder, die allein zu Hause waren und den Brand bemerkt hatten, unverletzt blieben. Sie hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht und an Nachbarn gewandt. Ein schwerer Schlag war der Vorfall auch für die Eltern, die nach der Benachrichtigung sofort an den Ort des Geschehens geeilt waren.

Die Familie wurde erst einmal in einem Friedrichsdorfer Hotel untergebracht. Wann sie in ihr Heim zurückkehren können und was die Ursache des Brands ist, steht noch nicht fest.

Artikel aus der Taunus Zeitung vom 03.07.2019