Feuerwehr Seulberg Online

Jahreshauptversammlung Feuerwehr Seulberg – Pressebericht

Datum: 09.02.2026

Artikel aus der Taunus Zeitung vom 09.02.2026:

Das Protokoll einer Jahreshauptversammlung birgt selten Überraschungen. Gruß- und Dankesworte, Ehrungen verdienter Mitglieder, Beförderungen und die Jahresberichte der einzelnen Abteilungen stehen üblicherweise im Mittelpunkt.

Bei der turnusmäßigen Sitzung der Freiwilligen Feuerwehr Seulberg am Freitagabend kam es jedoch zu einer in Stadt und Kreis wohl einmaligen Änderung im Ablauf – begleitet von stürmischem Applaus der rund 80 Anwesenden. Was sich im Feuerwehrhaus ereignete, dürfte möglicherweise sogar eine hessenweite Premiere gewesen sein.

Mini-Feuerwehr sorgt für besonderen Moment



Beim Tagesordnungspunkt zum Jahresbericht der Mini-Feuerwehr ging es zunächst um die wichtige Nachwuchsarbeit und die spielerische Heranführung der Sechs- bis Zehnjährigen an die Feuerwehr.

Doch statt eines Mitglieds aus dem Betreuerteam trat eine der zwölf Mini-Feuerwehrleute selbst ans Rednerpult. Mit großer Selbstverständlichkeit und sichtbarer Freude berichtete Charlotte von ihren Erlebnissen im vergangenen Jahr. Ihr Auftritt beeindruckte die versammelte Runde nachhaltig – ein starkes Zeichen für die Zukunft der Feuerwehr Seulberg.

Starke Nachwuchsarbeit zahlt sich aus



Jugendwartin Franziska Wall berichtete über erfreuliche Entwicklungen im Nachwuchsbereich: Sieben Kinder wechselten im vergangenen Jahr von der Mini- in die Jugendfeuerwehr, zwei Jugendliche wurden bereits in die Einsatzabteilung übernommen. Ende 2025 gehörten zwölf Kinder den Minis und 22 Mitglieder der Jugendfeuerwehr an.

126 Einsätze im Jahr 2025



Wehrführer Maximilian See zog Bilanz für die Einsatzabteilung: 51 aktive Feuerwehrangehörige wurden im vergangenen Jahr zu insgesamt 126 Einsätzen alarmiert, darunter 28 Brandeinsätze. Der letzte Einsatz des Jahres führte die Feuerwehr an Silvester zu einem Kellerbrand nach Burgholzhausen.

Die Einsätze zeigen zugleich die enge Zusammenarbeit der vier Friedrichsdorfer Stadtteilwehren. Bei einem Küchenbrand konnte in letzter Minute eine nicht mehr mobile Person gerettet werden – auch dank der Unterstützung aus der Nachbarschaft bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte.

Leider gehörten auch Einsätze mit Todesfolge zum vergangenen Jahr. Die dabei erlebten Eindrücke wurden durch die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) aufgearbeitet.

Großbrand und intensive Ausbildung



Der personalintensivste Einsatz war der Großbrand in der Otto-Hahn-Straße im April, bei dem rund 300 Einsatzkräfte aus dem Hochtaunuskreis und der Wetterau im Einsatz waren – darunter alle Seulberger Fahrzeuge und Besatzungen.

Um auf solche Herausforderungen vorbereitet zu sein, fanden im vergangenen Jahr rund 50 Ausbildungsabende und -tage statt. Durchschnittlich nahmen etwa 20 Feuerwehrangehörige an den Übungen teil.

Dank aus Politik und Stadtteil



Bürgermeister Lars Keitel dankte allen Aktiven für ihre hohe Einsatzbereitschaft für Sicherheit und Zusammenhalt in der Stadt. Besonders hervorgehoben wurde auch das Engagement für das gesellschaftliche Leben im Stadtteil.

Ortsvorsteher Harald Ihrke betonte die große Bedeutung der Feuerwehr für das Miteinander in Seulberg und sprach im Namen der Bürgerinnen und Bürger seinen Dank und Stolz aus.



Quelle: Taunus Zeitung vom 09.02.2026


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